Mecalac Zur Schließung des Traditionsbetriebs Mecalac in Büdelsdorf

Die Stilllegung des Büdelsdorfer Betriebs Mecalac ist ein schlechtes Signal für den Industriestandort Schleswig-Holstein. Neben Abfindungen wurde für die Beschäftigten eine Transfergesellschaft vereinbart. Für eine mögliche Investorenlösung ist Eile geboten.

MecalacBüdelsdorf


Die IG Metall Rendsburg bewertet die bevorstehende Stilllegung des Büdelsdorfer Traditionsbetriebs Mecalac als ein schlechtes Signal für den Industriestandort Schleswig-Holstein. „Als im Betrieb vertretene Gewerkschaft halten wir die Betriebsschließung weiterhin für eine unternehmerische Fehlentscheidung, für welche die Beschäftigten durch den Verlust ihres Arbeitsplatzes einen hohen Preis zahlen“, so Martin Bitter, Geschäftsführer der IG Metall Rendsburg. „Dass es Betriebsrat und IG Metall im Rahmen der Sozialplanverhandlungen gelungen ist, neben Abfindungen und einem Nachteilsausgleich für Mitglieder der IG Metall auch eine Transfergesellschaft zu vereinbaren, verschafft den Kolleginnen und Kollegen gleichzeitig die Möglichkeit, sich neu zu orientieren.“

So werde ab dem 1.4. schrittweise die große Mehrheit der Beschäftigten in eine Transfergesellschaft wechseln, die abhängig von den individuellen Kündigungsfristen eine Verweildauer von 3-12 Monaten umfasse. „Damit gewinnen wir auch Zeit in Bezug auf die Frage, ob am Ende nicht doch eine Investorenlösung für eine industrielle Fortführung des Standorts machbar ist“, so Bitter. „Allerdings ist hier jetzt Tempo gefragt. Das eigentliche Asset des Standorts sind die Fachkräfte. Und die sind bekanntermaßen begehrt.“            

Das Management von Mecalac hatte am 4. November des letzten Jahres bekanntgegeben, den ehemaligen Ahlmann-Betrieb schließen zu wollen. Mecalac Baumaschinen baut und konstruiert Knick- und Schwenklader für die zivile wie für die militärische Nutzung und wurde erst im Frühjahr 2025 vom französischen Baukonzern Fayat aufgekauft.