Nortorfer Gusswerk Ein Jahr nach der Insolvenz: Nortorfer Gusswerk bleibt tarifgebunden

Um den Fortbestand ihrer Gießerei zu sichern, haben die Kolleginnen und Kollegen wiederholt tarifliche Einschnitte hingenommen. So auch im Januar 2026. Aber die Monatsentgelte bleiben auf Flächenniveau und die tarifliche 35-Stunden-Woche steht nicht zur Debatte.

Mitgliederversammlung Procast Guss

12. Februar 2026 12. Februar 2026


„Die Durststrecke war ganz schön lang“, befindet Malte Stölting, Betriebsratsvorsitzender beim Nortorfer Gusswerk, mit Blick auf die zurückliegenden Ereignisse. „Viel Kurzarbeit, kein Material, Insolvenz, hohe Energiepreise, dazu die stockende Wirtschaft – das verlangt den Kolleginnen und Kollegen so einiges ab.“ 

Um den Fortbestand ihrer Gießerei zu sichern, haben die Kolleginnen und Kollegen auch wiederholt tarifliche Einschnitte hingenommen. So auch im Januar 2026. „Uns war wichtig, dass unsere Monatsentgelte auf Flächenniveau bleiben und die tarifliche 35-Stunden-Woche nicht zur Debatte steht“, so Stölting. „Teilweisen Verzicht üben wir bei den Sonderzahlungen. Es gibt aber auch Regelungen, die bei den Kollegen gut ankommen. So gibt es in diesem Jahr 10 zusätzliche Urlaubstage für alle Beschäftigten.“ 

Das Nortorfer Gusswerk bleibt darüber hinaus Mitglied im Arbeitgeberverband Nordmetall und wird damit auch Teil der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie im Herbst diesen Jahres sein.